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berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit im Krankenhaus beim Entlassmanagement

Berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit im Krankenhaus einführen am Beispiel Entlassmanagement    

Die berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit im Krankenhaus neu zu organisieren, ist einerseits eine Herausforderung, andererseits schlicht eine spannende und sehr sinnvolle Aufgabe. Ihre Bedeutung nimmt durch steigende Qualitäts- und Effizienzanforderungen zu. Das Einführen eines Entlassmanagement ist dafür ein gutes Beispiel, denn bereit die Projektarbeit ist berufsgruppenübergreifend und im klinischen Alltag bietet es ein festes ‚Setting‘ für dauerhafte interprofessionelle Zusammenarbeit im Krankenhaus.

Der Blog ist zweiteilig. Am Beispiel des Entlassmanagement geht

  • der erste Teil auf die Herausforderungen und Ansätze in der Projektarbeit ein,
  • der zweite Teil auf die Kennzeichen einer guten Lösung und deren Nutzen ein.

Teil 2 Herausforderungen und Ansätze in der Projektarbeit bei der Entwicklung eines neuen berufsgruppenübergreifenden Prozesses, am Beispiel Entlassmanagement

Was zeichnet eine gute Lösung für berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit im Entlassmanagement aus?

  • Im Beispiel Entlassmanagement besteht eine gute Lösung aus einer zentralen Datenbasis zur Dokumentation von Aufgaben, Ergebnissen und anderen erhobenen Daten. Diese sollen für alle Beteiligten jederzeit leicht zugänglich sein.
  • Nutzer dieser Lösung sind alle am Entlassmanagement beteiligten Mitarbeiter. Diese geben Daten in denselben Formularen ein, und stellen sie dadurch allen anderen Beteiligten zur Verfügung. Alle Beteiligten können diese Daten lesen und aktualiseren, sowie sich über den Fortschritt der erledigten Aufgaben erkundigen.
  • Vor der Entlassung wird mit Hilfe von ausgewählten erfassten Daten ein per Buttonklick zu generierender Report für die nachfolgende Einrichtung erstellt.
  • Eine zentrale Lösung kann zum Beispiel eine Erweiterung eines bestehenden IT-Systems durch eine Formularlösung sein. Formulare sind zusätzliche Masken in der Software, in denen Daten eingegeben und angezeigt werden. Meist entwickeln die Hersteller des IT-Systems oder Mitarbeitern der hauseigenen IT-Abteilung zusätzliche Masken.
  • Die Masken sind so strukturiert und gekennzeichnet, dass für die Mitarbeiter jeder Berufsgruppe klar ersichtlich ist, wer für das Erfassen welcher Daten verantwortlich ist.
  • Dabei ist auch eine Historisierung von Interesse. Das bedeutet, dass jeder Nutzer direkt und schnell über die Masken einen Verlauf aufrufen kann, der eine Auskunft darüber gibt, wer wann welche Daten erfasst oder geändert hat. Auf diese Weise reduziert sich der Zusatzaufwand für Nachfragen bei den Kollegen und erhöht das Vertrauen in die Richtigkeit der Daten.
  • Für spezielle Datenfelder wird die Möglichkeit einer ‚Validierung’ eingerichtet. Wenn diese Felder genutzt werden, bestätigt die dokumentierende Person, dass sie die Eingabe vorgenommen hat, und das wird in der Maske direkt angezeigt.

Welcher Zusatznutzen kann durch IT-unterstützte berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit im Krankenhaus entstehen?

Oftmals lassen neue gesetzliche Rahmenbedingungen neue Aufgaben entstehen, und neue Prozesse sind erforderlich. So ist das auch beim Entlassmanagement. Durch zwei Gesetzesnovellen im Abstand von mehreren Jahren definierte der Gesetzgeber zusätzliche Anforderungen an Krankenhäuser, die seitdem Stück für Stück umgesetzt werden.

Gerade in Krankenhäusern kleinerer oder mittlerer Größe ist es oft nicht möglich, für neue zusätzliche Aufgaben weitere Mitarbeiter einzustellen. Denn eine zusätzliche Finanzierung gibt es nicht. Daher ist es wichtig, die Aufgabenverteilung so sinnvoll, effizient und schlank wie möglich so zu gestalten.

Idealerweise hat eine neue effiziente IT-Unterstützung des Entlassmanagement auch einen entlastenden Effekt. Der zusätzliche Aufwand durch die neu hinzugekommenen Aufgaben des Entlassmanagements sollten sich mit dem zu erwartenden Nutzen der neuen Lösung mindestens die Waage halten.

Beim Entlassmanagement zum Beispiel reduziert eine gute zentrale Datenbasis, die für alle Beteiligten von ihrem Arbeitsplatz aus zugänglich ist, den Aufwand für telefonische Rückfragen zwischen Pflegedienst, Sozialdient, Arztdienst, Einbestellung und Patientenaufnahme erheblich.

Hat ein Krankenhaus erst einmal eine gute Erfahrung mit dem Entwickeln und Einführen eines berufsgruppenübergreifenden Prozesses gemacht, folgt meistens bald das nächste berufsgruppenübergreifende Projekt.

 

Viel Erfolg beim Einführen von berufsgruppenübergreifenden Prozessen. Ich freue mich über ihr Feedback.

Ihre Heike Sander

 

Teil 1 Herausforderungen und Ansätze in der Projektarbeit bei Entwicklung eines neuen Entlassmanagement-Prozesses finden Sie hier.

Mehr zur Stärkung von beruflichen Beziehungen finden Sie hier. Ein entsprechendes Seminarangebot finden Sie hier.

Nähere Informationen zur Optimierung von Strukturen und Prozesse finden Sie hier.

Den Artikel aus dem Ärzteblatt: ‚Wie unterprofessionelle im Gesundheitswesen gelingen kann‘ finden Sie hier.

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