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Polnisch-Deutsche Kooperation in der Geriatrie – Letter of Intent unterzeichnet 

Mit Unterzeichnung des Letter of Intent am 18. September in Frankfurt (Oder) ist es offiziell. Die erste Polnisch-Deutsche Kooperation ist mit Unterstützung des DPGSV e.V. zustande gekommen. Das Warschauer Szpital Wolski und das Evangelische Krankenhaus Lutherstift Frankfurt (Oder)/Seelow tauschen grenzüberschreitend Knowhow in der medizinischen Versorgung geriatrischer Patienten aus.

Unterzeichnung des Letter of Intend der Polnisch-Deutschen Kooperation

Unterzeichnung des Letter of Intent im Hofgarten des Restaurants am Kleistpark in Frankfurt (Oder) (v.l.) Frank Volkmer, Kaufmännischer Direktor des Ev. Krankenhauses Lutherstift in Frankfurt (Oder)/Seelow, René Wilke, Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), Dr. Mariusz Saganowski (Chefarzt der Geriatrie des Szpitals Wolski) (Foto: Enrico Triebel)

Polnisch-Deutsche Kooperation nicht nur auf dem Papier

Im Beisein des Oberbürgermeisters von Frankfurt/Oder René Wilke unterzeichneten Dr. Mariusz Saganowski, Chefarzt der Geriatrie des Szpitals Wolski in Warschau, und Frank Volkmer, Kaufmännischer Direktor des Evangelischen Krankenhauses Lutherstift Frankfurt (Oder)/Seelow einen Letter of Intent. Damit ist der erste Schritt eines langfristigen fachlichen und gegenseitigen Austausches von Mitarbeitern und Knowhow getan. Darüber hinaus sind beide Partner hochmotiviert, die Absichtserklärung aktiv umzusetzen. Damit liegt die Polnisch-Deutsche Kooperation voll im Trend von Frankfurt (Oder). Denn René Wilke hat sich das Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit beiderseits der Oder gelegenen Städte, Frankfurt (Oder) (ca. 61T Einwohner) und Slubice (ca. 20T Einwohner), nachhaltig zu stärken.

Die polnische Delegation im Lutherstift Frankfurt (Oder)

Station der polnischen Delegation: das Lutherstift in Frankfurt (Oder), rechts der Neubau der Geriatrie, (v.l.) Enrico Triebel, Schatzmeister des DPGSV, Donat Wollny, Präsident des DPGSV, Dr. Mariusz Saganowski (Chefarzt der Geriatrie des Szpitals Wolski), Dr. Basirat Erinfolami (Ärztin der Geriatrie des Szpitals Wolski), Heike Sander (Gesunde Systeme GmbH), Peter Heyse (Öffentlichkeitsarbeit des Ev. Krankenhauses Lutherstift Frankfurt (Oder)/Seelow), Frank Volkmer, Kaufmännischer Direktor des Ev. Krankenhauses Lutherstift Frankfurt (Oder)/Seelow) (Foto: Jakub Żelawski)

Welche thematischen Schnittmengen in der Geriatrie führten zur Polnisch-Deutschen Kooperation?

Polen und Deutschland sehen mit der zunehmenden Alterung ihrer Einwohner eine ähnliche demografische Entwicklung auf sich zukommen. Der Bedarf an ambulanter und stationärer geriatrischer Versorgung in beiden Ländern steigt. Zudem belastet der Fachkräftemangel Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen beiderseits der Grenze. Darüber hinaus müssen geriatrische Versorger im Wettbewerb um Ressourcen immer wieder die großen Vorteile für ihre Patienten aufzeigen.

Bei den Filmaufnahmen in der Lehrküche des Lutherstifts Frankfurt (Oder), (v.l. Kameramann und Tontechniker (RBB), Beata Niewiadomska (Chefärztin der Geriatrie des Lutherstifts in Frankfurt (Oder)

Bei den Filmaufnahmen in der Lehrküche des Lutherstifts Frankfurt (Oder), (v.l.) Kameramann und Tontechniker (RBB), Beata Niewiadomska (Chefärztin der Klinik für Geriatrie des Lutherstifts in Frankfurt (Oder)

Großes Interesse des Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) an der Polnisch-Deutschen Kooperation

Ein Team des RBB begleitete die Polnische Delegation bei ihrem Besuch im Lutherstift Frankfurt (Oder) und bei der Unterzeichnung des Letter of Intent am Abend. Der Neubau, in dem sich die Klinik für Geriatrie befindet, verfügt über einen stationären Bereich mit 80 Betten und eine Tagesklinik mit 15 Plätzen. Im Foto oben informiert Chefärztin Beata Niewiadomska über die therapeutischen Konzepte der Lehrküche und ihren Stellenwert im Rahmen der geriatrischen Behandlung.

Polnische Delegation im Evangelischen Krankenhaus Luckau

Austausch auch im Evangelischen Krankenhaus Luckau (v.l.) Dr. Mariusz Saganowski (Chefarzt der Geriatrie des Szpitals Wolski), Dr. Basirat Erinfolami (Ärztin der Geriatrie des Szpitals Wolski), Harald Wulsche (Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Ev. Krankenhauses Luckau) (Foto: Jakub Żelawski)

Geriater sind Teamplayer – beiderseits der Grenze

Das war deutlich zu spüren, als anlässlich der Unterzeichnung des Letter of Intent eine Polnische Delegation mit zwei Ärzten und einem Therapeuten an zwei Tagen weitere Einrichtungen des Trägers Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin (EDBTL) besuchte.

In Deutschland haben Patienten einen Rechtsanspruch auf Rehabilitation/ Heilung vor Pflege. Sobald ein sogenanntes ‚geriatrisches Potential’ besteht, werden Patienten in der Geriatrie wieder fit für das selbständige Bewältigen des häuslichen Alltages gemacht. Das dient dazu, eine Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung so lange wie möglich hinauszuzögern oder sogar gänzlich zu vermeiden. Die wirklich komplexen Fälle setzten eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team voraus, so Harald Wulsche, Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Evangelischen Krankenhauses Luckau. Daher sind die Teams interdisziplinär besetzt und bestehen aus Pflegekräften, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen, Logopäden und Ärzten. Zudem sind das regelmäßige gemeinsame Beraten und Entscheiden über Diagnostik und Therapie die Voraussetzungen für gute Behandlungsergebnisse und zufriedene Patienten.

So drehte sich der rege Austausch immer wieder um die geriatrischen Versorgungs-Strukturen in Brandenburg, typische Versorgungwege von geriatrischen Patienten, die personelle Situation und die Ursachen des Fachkräftemangels, sowie den Umgang mit der steigenden Nachfrage für ambulante und stationäre geriatrische Leistungen.

Besuch der polnischen Delegation im Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow

Besuch des Ev. Krankenhauses Ludwigsfelde-Teltow, (v.l.) Dr. Basirat Erinfolami (Ärztin der Geriatrie des Szpitals Wolski), Donat Wollny (Präsident des DPGSV), Beata Niewiadomska (Chefärztin der Klinik für Geriatrie des Lutherstifts Frankfurt (Oder), Thomas Theloe (Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Ev. Krankenhauses Ludwigsfelde-Teltow), Dr. Mariusz Saganowski (Chefarzt der Geriatrie des Szpitals Wolski), Sandra Fleischer (Pflegedirektorin des Ev. Krankenhauses Ludwigsfelde-Teltow), Jakub Zelawski (Therapeut der Geriatrie des Szpitals Wolski)

Welche Rolle hat der DPGSV e.V. beim Zustandekommen der Polnisch-Deutschen Kooperation gespielt?

Der Deutsch Polnische Gesundheits- und Sozialverband e.V. (DPGSV) mit Sitz in Potsdam wurde 2016 in Posen gegründet. Seitdem vernetzt der Verband Polnische und Deutsche Akteure im Gesundheits- und Sozialwesen und fördert deren Zusammenarbeit. Zum Beispiel agiert der Verband als Vermittler, Sprachrohr und Moderator zwischen Einrichtungen beider Länder. Für die beschriebene Kooperation im Bereich der geriatrischen Patientenversorgung koordinierte der Verband initial die Vernetzung und unterstützte das Kennenlernen und den direkten Austausch der Akteure in den Partnereinrichtungen, sowie das Vereinbaren der langfristigen Kooperation.

Wenn Sie mehr über den DPGSV erfahren möchten, sowie die Möglichkeiten, Unterstützung in der polnisch-deutschen Vernetzung zu erhalten, kontaktieren Sie mich bitte.

Ihr Donat Wollny

 

Den Blogbeitrag zum Besuch der Deutschen Delegation im April 2018 in Warschau finden Sie hier.

Mehr zum DPGSV e.V. erfahren Sie hier.

Die Link zur Webseite des Evangelischen Krankenhauses Lutherstift Frankfurt (Oder)/ Seelow ist hier.

Der Link zur Webseite des Spital Wolski in Warschau ist hier.

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