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Das gesunde Krankenhaus

Das gesunde Krankenhaus

Oft sagen wir ‚dieses Unternehmen ist gesund’ und meinen damit, dass es wirtschaftlich gesund ist. Die Berliner Initiative zum Volksentscheid ‚Gesunde Krankenhäuser’ fokussiert auf mehr Geld für personelle und bauliche Ressourcen als Voraussetzung für das gesunde Krankenhaus. Auf Basis unserer Erfahrung würden wir den Begriff ‚das gesunde Krankenhaus’ gerne erweitern.

Wie sollen Krankenhäuser von der Initiative ‚Gesunde Krankenhäuser’ profitieren?

Im Fokus steht unter anderem mehr Geld für

  • eine bessere Personalausstattung, vor allem bei Pflegekräften,
  • das Schaffen von baulichen Voraussetzungen nach dem Bedarf von Patienten,
  • die gute Ausbildung von Beschäftigten.

Damit werden wichtige Voraussetzungen adressiert, um die vorhandenen Strukturen, Prozesse und Praktiken in Krankenhäusern in ein Gleichgewicht mit den Leistungsanforderungen im Krankenhaus zu bringen. Und so zur Gesundung von Krankenhäusern beizutragen.

Das gesunde Krankenhaus bietet noch mehr Potentiale

In unserer langjährigen Tätigkeit für Krankenhäuser bemerkten wir, dass unsere Projekte und die Beteiligten zu einer Gesundung im Arbeitssystem beigetragen haben, wenn beispielsweise:

  • Die Zusammenarbeit über Organisationseinheiten hinaus etabliert ist, so dass die Abgrenzungen verschwimmen und eine erweiterte Perspektive jeden Beteiligten inspiriert, über die eigenen Arbeitsaufgaben hinaus mehr Verantwortung für das gemeinsame Arbeitsergebnis zu übernehmen.
  • Kommunikation auf Augenhöhe über Berufsgruppen hinweg selbstverständlich ist, die Expertise und der Beitrag jedes einzelnen gesehen wird und der Spaß reinkommt, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die für alle passen.
  • dass die Mitarbeiter Ressourcen und Informationen bereitwillig miteinander teilen, um gemeinsam Ziele zu erreichen.
  • Differenzen und Konflikte Anlass für Neugier sind und für Hinwendung, Kommunikation und Hilfestellung.
  • die tägliche Arbeit leichter ist, weil neue Mittel (zum Beispiel eine bessere IT-Unterstützung) und Wege (zum Beispiel Prozesse und Praktiken) gefunden sind, um sie klarer, unmittelbarer und zeitsparender zu erledigen.

Das gesunde Krankenhaus benötigt dazu außerfachliche Zutaten – welche sind das?

Neben der Steigerung von Effizienz und Effektivität, bestmöglicher Nutzung der technischen Möglichkeiten, darunter auch Digitalisierung und Agilisierung, benötigt es beispielweise:

  • einen Flow-Zustand

Im Flow arbeiten wir mit Leichtigkeit zusammen. Es herrscht ein Grundverständnis füreinander, und dafür, dass wir gemeinsam am selben Strang ziehen. Dazu kommt eine Vertrautheit, in der wir uns bestmöglich gegenseitig unterstützen. Unser Umgang ist wertschätzend und respektvoll.

  • eine partnerschaftliche Zusammenarbeit

in der wir die Beziehungen in unserem Umfeld vertiefen, anderen zugewandt sind und so das Menschliche in unserer Zusammenarbeit wieder stärker zur Geltung kommen kann. Dann schließt unser Erfolg andere mit ein und ist nun ein gemeinsamer Erfolg, der gemeinschaftlich erreicht und gewürdigt wird.

  • Eigenverantwortung und in Führung gehen

In Führung gehen meint, dass wir, wenn wir ein Hindernis oder einen Konflikt sehen, darauf proaktiv zugehen und uns für dessen Auflösung engagieren. Dem liegt das Prinzip der Eigenverantwortung zugrunde, denn wir erkennen, dass wir die Gestalter unserer Welt sind.

Diese außerfachlichen Zutaten entstehen dadurch, dass die Menschen mehr miteinander in Verbindung gehen. Wenn sie das Risiko eingehen, ihr Herz stärker zu öffnen. Und dann offenen Herzens und ohne Vorbehalte auf die Menschen in ihrem Umfeld zugehen.

Wie kann man sich das in der aktuellen Situation des Effizienz-, Kosten- und Qualitätsdrucks bei Krankenhäusern überhaupt leisten?

Wenn wir uns zusätzlich zum Organisationstechnischen und Fachlichen auch für die zwischenmenschliche Verbindung engagieren (für die psychologischen und sozialen Aspekte), arbeiten wir am Ende effizienter und nachhaltiger.

Dadurch entstehen Flow, Partnerschaft und Eigenverantwortung. Und die initial für diesen Prozess benötigten Ressourcen, wie Zeit und Kapazität, werden anschließend wieder frei für andere wichtige Dinge. Es mag also zunächst ein Zusatzaufwand sein, am Ende zahlt er sich jedoch in mehrfacher Hinsicht aus.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Ihre Heike Sander und Donat Wollny

Mehr zu den außenfachlichen Zutaten für das gesunde Krankenhaus finden Sie hier (Seminare) und hier (Coachings & Trainings).

Mehr zum Thema: Mit dem Herzen bei der Sache zu sein – was bedeutet das? hier im Blog

This Post Has 2 Comments
  1. Gesunde Krankenhäuser brauchen vor allen Dingen eins: gesunde Führung. Und die beginnt bekanntermaßen bei mir selbst! Kompetenzen, die es braucht sind Reflektion, Selbstmanagement und Eigenveranrwortung! Dies zu stärken ist originäre Aufgabe der OE/PE. Herzliche Grüße Ihre Jutta Geringhoff

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